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Tabakentwöhnung – Verzicht lohnt sich

Viele Raucher möchten dauerhaft mit dem Rauchen aufhören, doch gerade darin besteht die eigentliche Herausforderung. Auf dem Weg zum Nichtraucher ist jede Menge Wille und Motivation nötig, denn das Abhängigkeitspotential ist vergleichbar mit dem von harten Drogen.

Die Meisten versuchen es zunächst mit dem kalten Entzug, indem sie das Rauchen von jetzt auf gleich einstellen. Diese Methode hat allerdings nur eine Erfolgsquote von ca. fünf Prozent, da die Entzugssymptome schnell wieder den Griff zur Zigarette bewirken. Geeigneter ist es, die Tagesration an Zigaretten stückweise (zum Beispiel im Wochenrhythmus) zu reduzieren, aber hier ist besonders große Disziplin erforderlich.

Nicotinersatzpräparate können die Entwöhnung positiv beeinflussen, da sie eine gewisse Menge Nikotin abgeben und Entzugssymptome abmildern. E-Zigaretten, Hypnose oder Akupunktur erweitern die Methoden zur Tabakentwöhnung. All diese Hilfsmittelchen können den Kick der Zigarette (das Nikotin einer Zigarette erreicht bereits nach sieben Sekunden das Gehirn) allerdings nicht ersetzen. Am besten „mithalten“ kann das Nicotinspray (fünf Minuten), gefolgt von Kaugummis und Lutschtabletten (20-30min). Die Nicotinabgabe aus Pflastern erfolgt am langsamsten, dafür aber kontinuierlich.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die Nicotinersatztherapie, da eine Erfolgsquote mit 10-20 Prozent am größten ist. Die Dosierung, die Darreichungsform und die Therapiedauer richten sich nach der Höhe des täglichen Zigarettenkonsums, der Stärke der Abhängigkeit und des Willens, das Rauchen aufzuhören. Im Durchschnitt reicht eine drei bis sechsmonatige Therapie aus. Tabakverzicht lohnt sich in jedem Fall. Bereits nach ein bis zwei Tagen verbessern sich Geruchs- und Geschmackssinn. Nach einem bis neun Monaten verbessert sich die Lungenfunktion. Nach ein bis zwei Jahren geht das Herzinfarktrisiko um 50 Prozent zurück. Und nach 15 Jahren ist das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen so groß wie das eines Nichtrauchers.

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